Blutegeltherapie

Klassische Homöopathie und angewandte Kinesiologie

Die Anwendung der Blutegeltherapie gehört zu den ältesten Heilmethoden. Vor 3000 Jahren wurde sie in Indien angewandt, im 19. Jahrhundert war sie in Europa weit verbreitet. Blutegel sind Rundwürmer, die bis zu 15 cm lang und 30 Jahre alt werden können. Sie leben in Teichen und ernähren sich von Kröten, -Fisch,- Säugetier- und Menschenblut. Die Egel haben eine Mundöffnung mit Saugnapf und 80 kleinen Zähnchen. Der Speichel der Tiere enthält einen Cocktail von mindestens 20 Substanzen. Diese wirken beim Biss betäubend. Aber auch entzündungshemmend, schmerzstillend, blutgerinnungshemmend, gefäßkrampflösend, entstauend, immunstärkend, entgiftend und lymphflussanregend.

Die Egel sind sehr sensibel und geruchsempfindlich. Bei Gewitter beißen sie niemals an! Auch Erschütterungen, laute Geräusche, grelles Licht, Hektik, schlechte Wasserqualität, Duftstoffe (Salben, Deo, Parfüm, ätherische Öle, Shampoos etc.), sowie warme Temperaturen sind ihnen zuwider.

Für die Therapie werden Egel aus Zuchtfarmen oder Importe aus der Türkei verwendet. Sie werden am Tier auf der unverletzten Haut, weg von der Vene, Entzündung oder Krampfader gesetzt. Die Anzahl der Tiere hängt von der Größe des Egels und der Größe des Patienten ab.

Der Egel bewegt sich durchs Fell und beißt sich fest. Dabei wird ständig Speichel abgegeben. So saugt der Egel intervallartig bis zu 20 ml Blut. Zwischen 30 und 90 Minuten dauert die „Mahlzeit“. Danach fällt der Egel einfach ab. Jetzt beginnt die Nachblutung, die nicht unterbunden werden sollte. Man kann die Wunden mit einem lockeren Mullverband versorgen.

Der Egel hat nun an Größe und Länge, sowie an Gewicht kräftig zugelegt. Er ist jetzt für die nächsten 8 Monate satt.

Die Nachblutung dauert in der Regel 12 h, kann aber auch in seltenen Fällen bis zu 24 h dauern. Die Bissstellen heilen ab, oft sieht man einen „Mercedesstern“, der Abdruck des dreieckigen Mundwerkzeuges des Egels. Nach der Behandlung sollte keine Wundsalbe aufgetragen werden.

Anwendungsgebiete des Egels:

  • Abszess
  • Arthritis, Arthrose
  • Ataxie
  • Bandscheibenvorfall
  • Blutohr
  • Eitrige Wunden
  • Ekzeme
  • Entzündungen
  • Furunkel
  • Gelenksdyplasie
  • Gelenkgallen
  • Hämatom
  • Hufrehe
  • Kreuzbandverletzung
  • Leckekzem
  • Lymphsatu
  • Mauke
  • Muskelatrophie
  • Muskelverhärtung
  • Narben
  • Nervenverletzung
  • Ödeme
  • Patellaluxation
  • Rheuma
  • Spondylose
  • Zeckenbiß
  • Schlechte Wundheilung

Kontraindikation:

  • Anämie
  • Diabetes
  • Fieber
  • Blutverdünnende, blutgerinnungshemmende Medikamente
  • Histaminallergie
  • Leukämie
  • Tumore
  • Hot spots gegen Parasiten, Creme, salbe, ätherische Öle
  • Quecksilberhaltige Medikamente, z.B. Impfungen